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Zum Sommerende die ersten Thermiktours des Jahres 2004, und für mich überhaupt die ersten. Die Tour ging vom 8. bis 15. August, und wohin, das sollte sich auch für mich erst kurz vor Start rausstellen. Mit dabei waren Kurt, Judith, Carsten und ich (Christoph).

Treffpunkt war Zell am See, wo ich die anderen drei direkt von den German Open abholte. Am 7.8. kam ich dort an und erlebte dann, wie das "Who is Who" der Drachenflug-Szene so feiert... es waren jedenfalls viele freiwillige "Alkoholopfer" darunter.

Kurze Lagebesprechung, um festzustellen, dass ein Tiefdruckgebiet über den gesamten Alpen liegt und es eigentlich nur Sinn machen würde, auf die südliche Seite der Alpen zu fahren. Zielkoordinaten: Laragne / Chabre de Libre. Aussichten waren auch dort nicht die besten.... aber man nennt solche Leute ja nicht umsonst Meteorolügen.

Kurt und Judith machten sich Sonntagmorgen dann auf den weg Richtung Frankreich, während Carsten und ich das halbwegs akzeptable Wetter nutzten, um noch einmal ( bzw. überhaupt mal ) von der Schmittenhöhe zu starten. Viel mehr als ein heruntergleiten war es nicht, aber ich war froh, überhaupt noch starten zu können, weil die meisten nach uns wegen einsetzenden Regens überhaupt nicht mehr starten konnten.

 Sachen zusammengepackt und dann ab nach Laragne über Italien. Nachts noch auf einem Parkplatz nahe der französischen Grenze Campiert und dann morgens in aller Frühe weiter. Der Campingplatz in Laragne ist gut ausgeschildert und daher leicht zu finden.

Wir kamen gegen 11 Uhr an, Kurt und Judith waren schon dort und bauten auf. Es war gutes Wetter und deshalb zögerten wir nicht lange und machten uns auf den XC-Weg auf hinauf zum Chabre de Libre. Vorher noch die Not-Landeplätze Nord und Süd begutachtet und dann waren wir auch schon oben (45 min)... und nicht alleine. Es hatte fast den Anschein, als ob dort die französischen Meisterschaften waren (es war nur ein französisches Streckenflugseminar) – doch der Startplatz war groß genug, weil nicht alle an einer Stelle starten mussten.

Wir starteten gegen 14 Uhr mit verschiedenen Zielen. Kurt und Carsten mit Streckenflugambitionen und ich wollte als Anfänger einfach nur oben bleiben. Das Obenbleiben gelang mir auch gleich beim ersten mal vorzüglich: 3 Stunden Flug... mein persönlicher Rekord! Kurt verzichtet auf Strecke und landete mit mir am Campingplatz. Carsten machte eine kleine Strecke, musste aber Außenlanden. Den Abend verbrachten wir am Campingplatz, wo man sich jeden Abend aufs neue für ein französisches Mehrgängemenü anmelden konnte. Dieses wurde von dem holländischen Ehepaar angeboten, welches auch die Plätze am Campingplatz vermietet.

Es floss viel Vin die trockenen Kehlen runter, und zu späterer Stunde bekamen wir noch Gitarrenklänge mit reizender stimmlicher Begleitung zu hören. Der Abend war lang, und beim gehen wurde mir dann auch klar, warum der begriff "fliegende Holländer" hier in Laragne in mehrfacher Hinsicht zutraf ;-)

Der nächste Tag begann mit "dickem Schädel" und herrlichem Frühstück, welches man auch wieder bei den Holländern zu sich nehmen konnte. Der aktuelle Wetterbericht wurde ausgehängt, und ich verstand nur Bahnhof... sorry, kein französisch. Ein kleines "Meteo - Übersetzungs-1x1" half dann aber doch. Die sog. Navette fährt mehrmals täglich zum Chabre hinauf, um allerdings die frühen Plätze zu ergattern, muss man sich rechtzeitig am Tage vorher eintragen. Kurt verzichtete zugunsten Judiths auf einen Start, und so bauten Carsten und ich alleine auf.

Die Bedingungen waren nicht so gut wie tags zuvor, so dass ich meine erste Außenlandung machte. Kein Problem in und um Laragne, da die Felder abgeerntet waren und es nur so vor Lande-möglchkeiten wimmelte. Zurück ging es dann per Anhalter zum Campingplatz, wo Carsten schon am Zusammenbauen war. Der Abend dann wieder als Neuauflage vom Tag zuvor.... allerdings diesmal mit weniger Wein.

Der dritte Tag bescherte mir dann erneut einen drei Stunden Flug und `ne Außenlandung. Diesmal verzichtete Carsten auf einen Start und Kurt auf eine größere Strecke. Der Abend endete mit einer Stadtbesichtigung und einem sehr guten Essen im "Hotel du Globe". Da ich an diesem Abend nicht bereit war, das "Alkohlopfer" zu spielen, wurde ich am darauf folgenden vierten Tag sofort bestraft...

Es war sehr windig, so dass ich mich entschloss, nicht aufzubauen. Später flaute es dann ab, aber ich hatte auch keine Lust mehr aufzubauen. Carsten ging ohne Kurt auf Strecke, da er wegen des Windes keine Lust auf ein "One Way Ticket" hatte.

Für mich war der Donnerstag der letzte Tag , die anderen drei hingegen blieben noch bis Sonntag und besichtigten unter anderem den Grand Canyon du Verdon - die größte Schlucht Europas.

Fazit: Super tolles Gebiet zum fliegen. Es ging rauf bis 2700m , an noch besseren Tagen geht es aber auch bis 3500m rauf . Ich bin mir sicher, dass ich da noch mal hinfahren werde. Es wäre schön, wenn es zukünftig wieder mehr Zuspruch geben würde für die Thermiktours, bringt bestimmt noch mehr Spaß mit mehr Personen.

Christoph Schacht


Der Auftakt unserer Thermik Tours fand in diesem Jahr wieder mal in Bassano statt. Dieses Fluggebiet geht eben schon sehr früh im Jahr.

Leider hatten wir wie schon mit dem Rodelrennen kurz zuvor, wieder Wetterpech. Hatten wir zum Rodeln einen Warmlufteinbruch, war es diesmal kalte Luftmassen aus Rußland, die uns das Fliegen verleiden wollten.

Aber die Piloten waren ausgehungert und fluggeil wie selten: Andy, Benji, Carsten, Elmar, Peter, Judith und Kurt sagten Fasching ade und dem Grappa hallo.

So waren dann die ersten Tage mehr dem guten Essen und der Geselligkeit gewidmet.

Aber Dienstag und Mittwoch waren dann die erwarteten Flugtage, wie von unserem Wetterfrosch Stefan Hörmann vorausgesagt: Harte enge Bärte und Saukalt! Schnee am Startplatz! Notdürftig „angeseilt“ räumen Andy, Carsten und Peter den Schnee von der steilen Rampe. Die Bärte sind schwierig zu zentrieren, aber auch die Piloten die es bis zur Basis auf 1500m schaffen werden bald von der Kälte runtergeholt!

Bei meinem 2. Flug bau ich dann auch noch Mist: In niedriger Höhe, kurz vor dem Landeplatz ziehe ich mit gefühllos gefrorenen Fingern statt meiner Gurtöffnung den Bremsschirm. In kürzester Zeit muß ich zwischen einem Fabrikgebäude einer Baumreihe und einer Telefonleitung auf einer kaum fußballfeldgroßem Wiese mit Rückenwind landen. Alles geht gut! Dank an den Konstrukteur Felix Rühe. Der Vogel läßt sich wirklich problemlos landen!!

Die Strecken-Ausbeute ist gering und dient nur dem Check von Ausrüstung und Software.(siehe OLC: 28.2./1.3.) Aber was soll’s. Wir waren wieder in der Luft!

Na dann hoffen wir mal daß es Ostern schon deutlich besser klappt.

See you in the air

kurt