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3. Termin: Frutigen / Schweiz (03.-04.05.03)


Wieder das gewohnte Bild: Pünktlich zum Ligatermin schickt sich eine Kaltfront an, den Alpenraum zu überqueren. Donnerstag und Freitag wurden sofort abgesagt, für das Wochenende musste ein Gelände im Westen gefunden werden, das weit genug von der abziehenden Front entfernt liegt. Nachdem schon Annecy in Frankreich zur Diskussion stand, wurde doch ein näher liegendes Ziel festgelegt: Frutigen im Berner Oberland.

Fluggelände: Wer schon mal auf seiner Fahrt ins Wallis die Autoverladung von Kandersteg nach Goppenstein mitgemacht hat, wird schon mal durch Frutigen durchgefahren sein: Der größte Ort im Kandertal südlich des Thuner Sees, wo sich die Täler nach Kandersteg und Adelboden teilen. Direkt am Ortsrand liegt ein verlassener Millitärflugplatz à la Baschi, von dem ein Teil als großzügige Landewiese dient. Der örtliche Club betreibt eine Bar in einem ehemaligen Hangar. Das Preisniveau lässt einen nicht vergessen, dass man sich in der Schweiz befindet: 3 sFr für ein Bier und 20 sFr für die Auffahrt mit dem Vereinsbus zum Startplatz!

Der Startplatz ist nach Ost ausgerichtet und liegt ca. 1000m über dem Landeplatz. Der Naturstart ist ideal was Neigung und Hindernisfreiheit angeht. Auch der Ausblick ist fantastisch: Im Süden und Osten reihen sich die Gletscherbehängten Drei- und Viertausender aneinander, allen voran Jungfau, Mönch und Eiger. Aber auch die Nachteile der Gegend werden sichtbar: Kurze, enge Täler umrahmt von sehr hohen Bergen machen große Strecken anspruchsvoll und Landeplätze sind Mangelware.

Wettbewerb: Der kräftige Regen Am Freitagabend – die Front hat sich etwas verspätet – machte klar, dass wir nicht mit einer hohen Basis rechnen konnten, und so bauten wir schließlich im Nebel auf. Die Basis stieg dann schließlich doch auf etwas über Kammniveau bei 2400m. Aufgrund der beengten Verhältnisse wurde wieder eine Aufgabe gestellt, die viel hin- und herfliegerei forderte: Erst einige Wenden im Wechsel am Osthang, dann Talquerung und das gleiche Spiel am Westhang. Das so vom größten Teil der Strecke der Landeplatz erreicht werden konnte war bei den spärlichen Außenlandemöglichkeiten sicherlich kein Nachteil.

Die Thermik erwies sich dann allerdings als deutlich zäher als erwartet. Ich reihte mich mal wieder in die Gruppe der sofort-Absaufer ein. Gerhard und Kurt kämpften einige Stunden mit der zähen und unzuverlässigen Thermik am Osthang. Vor allem Kurt hatte schwer zu arbeiten, da sein Litespeed völlig vertrimmt war und auf einer Seite immer heftig in die Kurve ziehen wollte. Den Talsprung schaffte bei diesem Durchgang keiner. Gerhard hatte auch mit den Tücken der Technik zu kämpfen, sein GPS schickte ihn einmal mehr als notwendig zur nördlichen Wende. Aber lieber eine zuviel als eine zuwenig, gell? Gerhard schaffte schließlich den 10. Platz, Kurt den 15. und ich den 20

Der Sonntag zeigte uns schließlich einen makellos blauen Himmel, kein Wölkchen in der Luft. Außerdem gab es Föhnwarnung für den Nachmittag. Da das Kandertal nach Aussage der Einheimischen durch die hohen Berge im Süden recht gut gegen den Föhn geschützt ist, wurde trotzdem ein Durchgang gestartet, mit der Option, ihn durch Auslegen eines Zeichens auf dem Landeplatz abzubrechen, falls es zu kritisch werden sollte. Um in diesem Fall trotzdem noch eine Wertung erzielen zu können, wurde der Durchgang als Air-Started-Race gestartet. Da die freifliegenden Drachenflieger nur Absaufer produzierten, gingen die ersten erst nach dem Startzeitpunkt in die Luft. Die Aufgabe war diesmal deutlich größer gestellt, einige Wegpunkte waren weit in die engen Täler gelegt worden. Aber aus diesmal erwies sich die Aufgabe als zu schwer für den Tag und wieder schaffte keiner die Talquerung. Einige wagten sich sehr tief ins enge Adelbodener Tal und mussten mit Hanglandungen vorlieb nehmen. Leider ging das im Fall von Frank Frankus nicht gut aus: Er übersah eine zuwischen 2 Häusern gespannte Stromleitung und blieb an dieser hängen. Beim Absturz aus 8m brach er sich mehrere Rückenwirbel. Wie zu erfahren war, geht es ihm den Umständen entsprechend recht gut, es sind keine Rückenmarksverletzungen aufgetreten. Noch einmal Glück gehabt, allerdings war es wohl auch schon recht waghalsig in niedriger Höhe bei schwacher Thermik in ein derart enges Tal zu fliegen.

Gerhard kam mit 16.9 km auf Rang 8, meiner einer kassierte wieder Absauf-Punke und kam auf Platz 17 (dank Turmdrachen-Bonus), Kurt wurde 21.