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von Piotr Adams, DFC Hochries-Samerberg, 2012-08-25


In einem Artikel ( Fly & Glide 9 / 99 ) beschreibt Klaus Irschik sowohl wie man mit einem Drachen auf dem Punkt landet, als auch wie man eine richtige Landevolte fliegt. Auf dem Landeplatz legte er einen Landepunkt aus - einen weißen Kreis mit einem roten Punkt in der Mitte.

Nach dieser Lektüre kehrten meine Gedanken immer wieder zur in einem Flugschulbuch aufgezeichneten Landevolte zurück.
Es ist nämlich nicht einfach, besonders für Flugschüler, einen Landepunkt auf dem Boden auszumachen. In der Praxis kann es ein Fleck von dunklerem Gras, ein Maulwurfshügel oder etwas, das sich von dem übrigen Umfeld herausragt, sein.

Um mir das Leben bei der Landung einfach zu machen fing ich an, mit einem rot-weißen Punkt zu experimentieren. Endlich sah ich aus der Luft ein Landeziel.

Auf den Punkt zu landen, gestaltete sich für mich zunächst als ein gutes Spiel. Letztendlich aber war es eine Vorbereitung für Außenlandungen. Inzwischen wurde mir - einem ehemaligen Segelflugzeugflieger - bewusst, dass das Drachenfliegen dem Segelflugzeugfliegen gleichzustellen ist.

Auch die Drachenfleiger brauchen Landungszeichen in Form eines "T" und eine untere Begrenzung. Das ist wichtig, insbesondere bei Hindernissen auf der Landewiese….

Obwohl ich schon einige runde Landungspunkte für Flugschulen genäht hatte, beschloss ich, meinen eigenen zu ändern und fertigte zusätzlich die untere Begrenzung.

Bei der ersten Landung wechselte die Windrichtung und ich landete im Winkel von 90 grad zum "T". Das Ganze beobachtete mit Kopfschütteln mein Fluglehrer. Um etwas zu erreichen, muss man verschiedene Dinge ausprobieren.
Ein andere Fluglehrer schlug mir vor , einen Buchstaben "P" für die Landungsposition zu fertigen. Meine Frau nähte einen Kreis mit dem Durchmesser von 2m. Darauf ist ein großes "P" abgebildet. So entstand ein kompletter Satz von Landungszeichen.

Mit meinem "Punkt" hatte ich gute und schlechte Erfahrungen. Zu den Ersten zählt die Landung von Kristian, der mit dem Kielrohr ein Loch in den schwarzen Punkt gebohrt hatte. Zu den wenig angenehmen Erfahrungen gehört die Landung eines anderen Kollegen. Um auf den Punkt zu landen, überzog er den Drachen und schmierte auf eine Flügelseite ab. Zu dieser Zeit befestigte ich den Landepunkt am Boden mit Gummis und Heringen. Die Speedbar riss einen von den Heringen heraus und die Brille des Piloten ging zu Bruch.

Seitdem befestige ich den Punkt nur mit Nägeln, deren Köpfe eingenickt sind, um die Gefahr eines ähnliches Unfalls zu verringern. Im Jahr 2003 auf der Free Flights bewies ich, wie umweltschonend unser Sport ist: Aus gebrauchten Gleitschirmen fertigte ich eine Windsonde zum werfen aus der Luft, Hüllen und Landungszeichen. Ich hoffe, dass in Zukunft die Punktlandung während der Schulung bei Fluglehrern mehr Aufmerksamkeit bekommt, und der Punkt "P" zum disziplinierten Höheabbau in der Position beitragen wird.